BSV stellt Wirtschaftsbeirat vor

Vereinsleben

Kickers informiert bei Pressekonferenz auch über künftige Projekte

von Ingo Poppen

Der Wirtschaftsbeirat des BSV Kickers Emden besteht aus (von links) Eckhard Sanders, Klaus van Ahrens, Berndt Potthast, Manfred Ackermann und Hendrik Poppinga. Bilder: Jens Doden

Bei einer Pressekonferenz haben der Kickers-Vorstand, der neu gegründete Wirtschaftsbeirat und BSV-Trainer Stefan Emmerling Ende Januar über die aktuellen Entwicklungen und Projekte informiert.

Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

„Wir wollen eine neue Transparenz schaffen und den Verein wieder professioneller aufstellen“, sagte der Vorsitzende Dr. Jörg Winter. „Wichtig ist uns dabei vor allem die Nachhaltigkeit – in sportlicher, finanzieller, gesellschaftlicher und ökologischer Hinsicht.“ Laut Winter geht es dabei auch um Synergien. „Aus Emden, für Emden – mit der Region nach vorne“. Mit im Boot ist dabei auch die Hochschule Emden/Leer.

Dem Wirtschaftsbeirat gehören außer dem neuen Vorstandsmitglied Berndt Potthast (Rechtsanwalt) auch Klaus van Ahrens (Geschäftsführer), Manfred Ackermann (Stadtwerke Emden), Eckhard Sanders (Stahlbau Sanders) und Hendrik Poppinga (Steuerberater) an.

„Wir wollen eine neue Transparenz schaffen und den Verein wieder professioneller aufstellen“, sagt Dr. Jörg Winter.

Der Beirat arbeitet bereits seit mehreren Monaten im Hintergrund – mit Erfolg. „Mittlerweile haben wir wieder mehr als 70 Unterstützer und Sponsoren“, sagte Potthast. „Das sind keine Eintagsfliegen, sehr viele streben eine längerfristige Zusammenarbeit an.“

Klaus van Ahrens beschrieb die Gespräche mit potenziellen Unterstützern so: „Sie haben unsere Idee, unsere Ziele verstanden und fühlen sich mitgenommen“, sagte van Ahrens. „Man hat gemerkt, dass wir die Glaubwürdigkeit des Vereins bei vielen wiederherstellen konnten.“ Das Ergebnis: „Der BSV Kickers ist nicht nur sportlich, sondern auch finanziell gesund aufgestellt“, so Potthast. „Die Oberliga-Saison ist durchfinanziert – alles ist bezahlt. Das ist ein ganz klares Zeichen, dass wir hier jetzt auf einer ganz anderen Basis arbeiten.“

„Wir möchten aus dem BSV Kickers Emden den ersten klima- und umweltneutralen Fußballverein in Deutschland machen“, sagte Klaus van Ahrens. So wurden bereits klare Umwelt- und Klimaziele formuliert. So soll unter anderem eine 250 kW große Photovoltaik-Anlage zur Eigenversorgung des Vereinsheims installiert werden. Auch der Betrieb einer E-Tankstelle mit Ladestationen für E-Mobile und E-Bikes ist geplant. Mittelfristig wird eine CO2-neutrale Energieversorgung angestrebt. Außerdem soll es bald kein Plastik mehr im Stadion geben.

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft natürlich auch das Sportliche. „Wir müssen das Gelände verbessern, gar keine Frage“, sagte Dr. Jörg Winter. Im Fokus steht dabei vor allem der Rasen im Ostfriesland-Stadion. „Wir haben schon mit mehreren Firmen Kontakt aufgenommen, um den Zustand des Platzes und damit die Spiel- und Trainingsbedingungen zu verbessern“, erklärte Stefan Emmerling. „Dabei geht es natürlich auch um die Finanzierung.“ Froh ist der Coach darüber, dass „wir durch die Kooperation mit Rot-Weiß Emden zweimal in der Woche auf dem hervorragenden Kunstrasenplatz trainieren können.“

Das Saisonziel ist klar: Es geht einzig und allein um den Klassenerhalt. „Wir müssen wirtschaftlich und sportlich auf dem Teppich bleiben“, so Emmerling. „Von uns wird es keine großen Sprüche geben, sondern nur vernünftige, sachliche Arbeit.“ Die gefällt dem Trainer offenbar sehr. „Es macht mir einfach Spaß, hier einen Verein mitzuentwickeln“, sagte er. „Ich habe meine Rückkehr noch keine Sekunde bereut.“

Die sportliche Zukunft: „Wir werden keine utopischen Ziele ausgeben“, sagte Stefan Emmerling. „Aber natürlich möchten wir in den kommenden Jahren mal einen Angriff in Richtung Regionalliga starten. Wir wissen aber auch, wie viel Arbeit dahinter steckt, dort anzuklopfen“, so Emmerling. „Aus meiner Sicht muss man schon im Vorfeld die Vorraussetzungen dafür schaffen, nicht im ersten Jahr wieder durchgereicht zu werden. Wir sollten uns zunächst als Verein und als Mannschaft konsolidieren.“

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