LANDESLIGA, 9. SPIELTAG:
VIKTORIA 08 GEORGSMARIENHÜTTE – BSV KICKERS 1:3 (0:2)

Viktoria Georgsmarienhütte:
Walhorn – Chalamendik, Heyken (18. Michels), Grimmelsmann, Baumann – Maßmann, Börger – Dintete Kela (89. Rott), Lopes, Heuer (69. Jenner) – Weber

Ersatzbank: Sriskandarajah (ETW), Schmidt, Bussmann, Richter

BSV Kickers:
John – Eilerts, Batbay, Dassel, Menzel (84. Keller) – Wagener, Visser – Suda (89. Hillers), Steffens (85. Menken), Bloem – Wulff

Ersatzbank: Buß (ETW), Diekmann, Marek, Hinrichs

Tore: 0:1 Wulff (41.), 0:2 Wulff (43.), 1:2 Börger (77.), 1:3 Bloem (81.)

Gelbe Karten: Lopes / Menzel, Wulff

Eckenverhältnis: 3:4
Zuschauer: 80

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (Osnabrück)
Assistenten: Kristof Jordan, Christopher Hartmann

Schon vor dem Anpfiff des Landesliga-Auswärtsspiels bei Viktoria Georgsmarienhütte hatten es die Fußballer des BSV Kickers Emden am Sonntag mit erschwerten Bedingungen zu tun: Der Weg von der Kabine bis zum abgelegenen Kunstrasenplatz führte nämlich unter anderem durch ein kleines Waldstück. Doch die Emder stolperten nicht über Stock oder Stein – und rutschten während der 90 Minuten auf ungewohntem Terrain ebenfalls nicht aus. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Niehues feierte beim noch sieglosen Tabellenletzten einen 3:1-Erfolg. „Die Mannschaft hat die Aufgabe gut gelöst. Es war ein Arbeitssieg, bei dem letztlich nur die Punkte zählen“, sagte Niehues. „Allerdings haben wir nach der Pause zum Teil die Ordnung verloren. Die daraus resultierende Hektik hätten wir vermeiden müssen.“

Davon war vor dem Seitenwechsel noch nichts zu sehen. Kickers bestimmte den Takt und hätte schon früh in Führung gehen können: Nach einer weiten Flanke von Manuel Menzel, der den Ball fast von der Mittellinie in den Strafraum geschlagen hatte, brachte Viktoria-Keeper Tim Walhorn die Kugel nicht unter Kontrolle – sie landete knapp neben dem Pfosten im Aus (6.). Drei Minuten später hätte es 0:1 stehen müssen, doch Holger Wulff schob den Ball nach Zuspiel von Sebastian Bloem aus kurzer Distanz links am Kasten vorbei (9.). Bei einem Schuss von Manuel Suda konnte sich Walhorn dann auszeichnen (31.).

Die Gastgeber waren zwar bemüht, brachten in Halbzeit eins aber nur eine wirklich gefährliche Offensivszene zustande: Artur Chalamendik zog aus rund 18 Metern ab – und Kickers-Keeper Siegfried John klärte den Ball mit den Fingerspitzen zur Ecke (36.). Fünf Minuten nach dieser Szene war Johns Pendant dann machtlos:  Bloem bediente Wulff per Einwurf und der erfolgreichste Emder Torjäger setzte zum Kunstschuss an. Wulff drehte sich nach der Ballannahme und zog aus knapp 30 Metern ab. Der verdutzte Walhorn konnte nur noch mit ansehen, wie sich die Bogenlampe in den rechten Winkel senkte – 0:1 (41.). 120 Sekunden später war Wulff wieder zur Stelle und traf zum 0:2, nachdem Walhorn einen 20-Meter-Schuss von Heiko Visser nach vorne hatte abprallen lassen (43.).

Die erste gute Gelegenheit nach der Pause, die beide Teams wegen der großen Entfernung zu den  Katakomben auf dem künstlichen Grün verbracht hatten, besaßen die Gastgeber. Julian Heuer zielte aus rund 22 Metern aber etwas zu ungenau (47.). Auf der Gegenseite verpasste Suda zweimal binnen einer Minute den dritten Kickers-Treffer (50./51.). Auch Bloem verfehlte das Ziel – und damit auch eine beruhigende Führung (55.).

So kam es, wie es die Ostfriesen schon vor zwei Wochen bei der blamablen 3:4-Pleite in Heidmühle erlebt hatten: Dem bemühten Viktoria-Team gelang durch einen Kopfball von Marco Börger der Anschlusstreffer (77.). „Die Phase war nicht einfach, aber die Mannschaft hat aus dem Spiel in Heidmühle gelernt“, sagte Wolfgang Niehues. Denn: Nur vier Minuten nach dem Gegentor erhöhte Bloem nach einer Suda-Ecke auf 1:3 (81.). In den Schlussminuten ließen die Emder keine Viktoria-Chance mehr zu. So gab es für die Ostfriesen nach dem Schlusspfiff nur noch eine Hürde zu nehmen: den rutschigen und steilen Waldweg hinauf bis zur Umkleide.

ip