BEZIRKSPOKAL, 2. RUNDE:
SPORTFREUNDE LARRELT – BSV KICKERS 5:1 (3:0)

Sportfreunde Larrelt:
Weddermann – Meiners (59. Ramaj), Karsjens, Kara, Cordeiro – René Krzatala, Urban – Lautenbach (77. Rehling), André Krzatala, Bruns (76. Boekholder) – Mammen

Ersatzbank: Weets (ETW), Seeba, Tjarksen, Kahl

BSV Kickers:
Buß – Menzel (46. Atilay Batbay), Janssen, Dassel, Goosmann – Smidt, Visser – Schmidt (46. Steffens), Wulff, Pinkernell (46. Diekmann) – Kasten

Ersatzbank: Lottmann (ETW), Gökay Batbay, Nagra, Meyer

Tore: 1:0 André Krzatala (20., Foulelfmeter, Buß an Mammen), 2:0 André Krzatala (38.), 3:0 Mammen (42.), 3:1 Diekmann (73.), 4:1 André Krzatala (79.), 5:1 René Krzatala (87.)

Gelbe Karten: Meiners, René Krzatala / Buß, Wulff, Atilay Batbay

Eckenverhältnis: 6:8
Zuschauer: 250

Schiedsrichter: Immo Cramer (Norden)
Assistenten: Sven Münkenhove, Karsten Müller

Ihre Bezirkspokal-Reise führte die Landesliga-Fußballer des BSV Kickers Emden in der vergangenen Saison bis ins Finale. In dieser Spielzeit war schon in der zweiten Runde Endstation. Die Mannschaft von Trainer Rudi Zedi kassierte am Mittwochabend beim Bezirksligisten Sportfreunde Larrelt eine blamable 1:5-Klatsche. „Wie sich das Team nach einer ordentlichen Anfangsphase präsentiert hat, war inakzeptabel“, ärgerte sich Zedi. Der Kickers-Coach hatte seine Startelf im Vergleich zum 4:1-Sieg beim Landesliga-Auftakt in Pewsum auf sieben Positionen verändert – und damit allen Ersatzspielern vom vergangenen Freitag eine Chance von Beginn an gegeben. „Wir verfügen über einen breiten Kader und haben Vertrauen in jeden Spieler“, so Zedi. „Die Reaktion auf diesen Vertrauensbeweis ist allerdings sehr enttäuschend. Die Fehler, die uns unterlaufen sind, haben mit dem kleinen Einmaleins des Fußballs zu tun.“

Zu Beginn der Partie war von der großen Pokal-Überraschung noch nichts zu sehen. Tammo Kasten (5.), Holger Wulff (6.) und Eimo Smidt (9./16.) besaßen gute Chancen, verpassten jedoch die BSV-Führung. Ganz anders die Larrelter: Nachdem Kickers-Keeper Karsten Buß den SF-Kapitän Torsten Mammen im Strafraum gefoult hatte, nutzte André Krzatala die erste Möglichkeit der Gastgeber und traf per Elfmeter zum 1:0 (20.). Drei Minuten später verhinderte Larrelts Torhüter Marc Weddermann den Ausgleich, als er einen Smidt-Schuss gut parierte. Auf der anderen Seite scheiterte André Krzatala an Buß (29./33.). Zwischen diesen beiden Gelegenheiten hatte ein Kopfball von Marek Janssen nach einer Wulff-Ecke das Larrelter Tor verfehlt (32.).

Bis zur Pause spielte dann nur noch der Bezirksligist – und durfte noch zweimal jubeln. Zunächst fälschte André Krzatala einen Schuss seines Bruders René unhaltbar zum 2:0 ab (38.). Dann tauchte SF-Kapitän Mammen frei vor Buß auf und ließ sich die Chance nicht nehmen. Mammens Schlenzer landete im langen Eck – 3:0 (42.). Erneut nur 120 Sekunden später verhinderte Buß gegen André Krzatala sogar noch das 4:0 (44.).

„Larrelt war einfach bissiger – und wir haben uns nicht gewehrt“, sagte Zedi. „So eine Mentalität kenne ich von meiner Mannschaft gar nicht – und mit so einer Mentalität kann ich auch nichts anfangen.“ Der BSV-Trainer reagierte und wechselte zur zweiten Halbzeit mit Hendrik Diekmann, Tido Steffens und Atilay Batbay drei frische Offensivkräfte ein. Fortan spielte sich das Geschehen auch fast nur in der Larrelter Hälfte ab – doch viele zwingende Chancen gab es nicht. Eimo Smidt traf mit einem Flankenversuch den Außenpfosten (52.), Atilay Batbay scheiterte per 22-Meter-Freistoß an SF-Keeper Weddermann (67.).

Sechs Minuten später war es dann so weit: Hendrik Diekmann schob die Kugel nach Kasten-Vorlage zum 3:1 über die Linie (73.). Wer auf eine Aufholjagd des BSV Kickers gehofft hatte, wurde enttäuscht – denn die Krzatala-Brüder hatten etwas dagegen. André traf per Flachschuss aus mehr als 20 Metern zum 4:1 (79.), René erzielte in der 87. Minute den Endstand. Mit Abpfiff um 20.55 Uhr war die Kickers-Blamage dann perfekt – und die Bezirkspokal-Reise schon vorbei.

„Mit Blick auf das Ergebnis ist das Experiment heute natürlich in die Hose gegangen“, resümierte Rudi Zedi. „Aber ich konnte einige Erkenntnisse sammeln. Manche Spieler müssen ihre Leistung hinterfragen und sich eingestehen, dass es in dieser Verfassung einfach nicht reicht.“

ip