Tido Steffens erzielte das entscheidende 1:2. Es war sein zehntes Saisontor.

Tido Steffens erzielte das entscheidende 1:2. Es war sein zehntes Saisontor.

LANDESLIGA, 17. SPIELTAG:
VFL OYTHE – BSV KICKERS 1:2 (1:0)

VfL Oythe:
Heise – Odabasi, Fabian Meyer, Hesselmann, Strey (63. Swiech) – Stukenborg, Middelkamp – André Wohlers, Kohls – Emich (87. Suffner), Greifendorf (68. Schönewolf)

Ersatzbank: Marcel Meyer (ETW), Grave, Pascal Wohlers

BSV Kickers:
Buß – Goosmann, Julian Meyer, Diekmann, Menzel – Visser, Suda (90./+1 Sabljic) – Geiken, Ocloo (90./+4 Eyüpoglu) – Lange (75. Bloem), Steffens

Ersatzbank: WIese (ETW), Fleßner, Schmidt

Tore: 1:0 Strey (27.), 1:1 Suda (80.), 1:2 Steffens (83.)

Gelbe Karten: Stukenborg, Emich / –

Eckenverhältnis: 5:12
Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Tobias Stobbe (Osnabrück)
Assistenten: Sven Cieslik, Patrick Stobbe

Langsam entwickeln die Landesliga-Fußballer des BSV Kickers Emden Routine darin, einen 0:1-Halbzeitrückstand noch in einen Sieg umzuwandeln. Dieses „Kunststück“ gelang der Mannschaft von Trainer Rudi Zedi am Mittwochabend bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche. Nach dem 4:1 gegen Vorwärts Nordhorn und dem 2:1 in Bad Rothenfelde gewannen die Ostfriesen auch mit 2:1 beim VfL Oythe. Für den BSV war es der vierte Dreier in Folge: Die Erfolgsserie hatte mit einem 2:1-Derbysieg gegen den SV Wilhelmshaven begonnen.

„Wir haben eine schwache erste Hälfte abgeliefert und lagen folgerichtig hinten“, sagte Kickers-Trainer Rudi Zedi. „Nach der Pause hat sich das Team wieder einmal gesteigert. Ob der Sieg am Ende verdient ist oder nicht, interessiert mich nicht. Wichtig ist nur, dass wir weiter im Geschäft sind.“ Dass die Emder nach wie vor mittendrin sind im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga, lag in Oythe vor allem am späten Doppelschlag von Manuel Suda (80.) und Tido Steffens (83.). „Ich habe in der Halbzeit an die Jungs appelliert und ihnen gesagt, dass wir nichts zu verschenken haben“, so Zedi.

Was seine Mannschaft vor dem Seitenwechsel geboten hatte, konnte ihm auch nicht gefallen haben. Zu harmlos agierte Kickers gegen aggressive Gastgeber, die nach 27 Minuten verdient in Führung gingen. Nach einem abgewehrten Eckball nahm Gerrit Strey die Kugel aus rund 25 Metern direkt und hatte Glück, dass der Ball wenige Zentimeter neben dem Pfosten einschlug. „Wir haben uns in dieser Phase den Schneid abkaufen lassen, waren nicht bissig genug“, sagte Zedi. Matthias Goosmann klärte einen VfL-Schuss vor der Linie und verhinderte so das 2:0 (38.). Auf der Gegenseite besaßen Manuel Suda (34.) und Heiko Visser (40.) die besten Emder Chancen. Beide scheiterten jedoch an VfL-Torwart Wilhelm Heise.

In Halbzeit zwei wurde Kickers deutlich aktiver, erarbeitete sich zahlreiche Eckbälle – und kam zu weiteren Möglichkeiten. Dabei entwickelte sich ein Privatduell zwischen BSV-Akteur Manuel Suda und Wilhelm Heise im Oyther Kasten. Einen Schuss (53.) und einen Freistoß (71.) parierte der Keeper gut – und auch bei einem langen Ball auf den Emder Offensivmann reagierte Heise aufmerksam und fing die Kugel ab (67.). Auf der Gegenseite verfehlten Schüsse von Philipp Middelkamp (65.) und Markus Kohls (76.) ihr Ziel. Weitere nennenswerte Offensivszenen erarbeiteten sich die Oyther nicht.

Anders der BSV, bei dem Zedi eine Viertelstunde vor Schluss auf ein 3-4-3-System umgestellt hatte – wie übrigens schon kurz vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich in Bad Rothenfelde. Bei einem Steffens-Schuss war Torhüter Heise zwar machtlos, doch der Ball wurde noch leicht abgefälscht und kullerte daher knapp am Tor vorbei (77.). Drei Minuten danach wurden die Emder Bemühungen dann belohnt: Suda nahm den Ball nach Vorlage von André Geiken gekonnt mit und traf aus spitzem Winkel und im Fallen zum 1:1 (80.). Weitere 180 Sekunden später drehte Steffens die Partie mit seinem zehnten Saisontor. Da agierte die Kickers-Elf schon wieder im gewohnten 4-4-2.

„Wahnsinn, dass es nach der Umstellung erneut so gut funktioniert hat“, sagte Rudi Zedi. Dem Coach waren die Freude und die Erleichterung über den vierten Sieg in Serie deutlich anzumerken. „Es war nicht einfach für die Jungs, schließlich mussten sie innerhalb von zwölf Tagen vier intensive Spiele absolvieren. Und das haben sie toll gemacht.“

ip