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Kickers-Keeper Karsten Buß musste verletzt ausgewechselt werden.

LANDESLIGA, 33. SPIELTAG:
TUS BERSENBRÜCK – BSV KICKERS 2:1 (1:1)

TuS Bersenbrück:
Torliene – Balov, Romanovi, Flottemesch, Placke – Menkhaus, Heskamp – Ellermann (87. Leinweber), Tolischus, Homer (90./+2 Schwegmann) – Liegmann

Ersatzbank: Amiri (ETW), Schwarz, Akbulut, Schimpf, Filip

BSV Kickers:
Buß (74. Wiese) – Menzel (81. Schmidt), Meyer, Diekmann, Fleßner (65. Suda) – Goosmann, Visser – Geiken, Steffens, Bloem – Lange

Ersatzbank: Sabljic, Kasten, Janssen

Tore: 0:1 Steffens (30.), 1:1 Ellermann (31.), 2:1 Placke (63.)

Gelbe Karten: Liegmann / Diekmann, Geiken

Eckenverhältnis: 6:8
Zuschauer: 400

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (Osnabrück)
Assistenten: Julian Korte, Jesse Holtmeyer

Mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage im Gepäck mussten sich die Landesliga-Fußballer von Kickers Emden am Sonntag auf die Heimreise machen. „Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen“, sagte Kickers-Trainer Rudi Zedi nach der Partie beim TuS Bersenbrück. Im Gegensatz zu den beiden Niederlagen am vergangenen Wochenende lieferten die Ostfriesen beim Tabellenführer eine couragierte Vorstellung ab. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Mit der Leistung kann ich mich anfreunden“, so Zedi, der im Derby bei Germania Leer am Mittwoch möglicherweise auf Keeper Karsten Buß verzichten muss. Buß verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Max Tolischus an der Schulter (21.) und hielt noch bis zur 74. Minute durch. Erst dann musste der Schlussmann vom Feld und Ersatztorwart Philip Wiese kam zu seinem ersten Landesliga-Einsatz.

Zudem bissen auch die angeschlagenen Hendrik Diekmann und Manuel Menzel auf die Zähne. „Für uns kam es heute knüppeldick“, so Zedi. „Trotzdem hatten wir sogar die Gelegenheit, das 2:1 zu machen.“ Tido Steffens hatte den Ball erobert und war auf dem Weg in den Strafraum. Beim Schussversuch des Stürmers versprang ihm die Kugel jedoch und die Chance verpuffte (61.). „Da hätte er auch querlegen können“, sagte Zedi. Zwei Minuten später traf Frank Placke per Freistoß aus 22 Metern zum 2:1 für die Gastgeber, die den Meistertitel nun fast sicher haben. „Glückwunsch an den TuS, aufgrund der Konstanz über die komplette Saison steht die Mannschaft absolut verdient ganz oben“, so Zedi.

Wenig lobende Worte hatte der Kickers-Coach hingegen für Schiedsrichter Rainer Wulftange parat. Der Unparteiische hatte die Szene, die zur Verletzung von Buß führte, nicht als Foul gewertet und weiterspielen lassen. „Es waren noch weitere fragwürdige Entscheidungen dabei. Dass ein Schiedsrichter aus Osnabrück eine Partie eines Vereins aus dem Landkreis Osnabrück pfeifen darf, ist schon sehr verwunderlich“, sagte Zedi.

Unabhängig davon begegneten sich beide Teams von Beginn an auf Augenhöhe. Die erste gute Chance besaß Adrian Ellermann, der per Lupfer die Latte traf (8.). Auf der Gegenseite verpasste Torben Lange die Kugel nach einem Freistoß von André Geiken nur knapp (13.). Dann war wieder Aluminium-Zeit: Ein Distanzschuss von Andrej Homer landete am Pfosten (27.).

Drei Minuten später war der Ball dann drin: Einen Eckball von Sebastian Bloem wuchtete Steffens per Kopf in die Maschen (30.). Der Emder Jubel war groß – aber die Freude nach 60 Sekunden schon wieder verflogen. Ellermann nutzte eine Unachtsamkeit in der Kickers-Defensive und köpfte eine Flanke zum Ausgleich ein (31.).

Nach dem Seitenwechsel entschärfte Buß zunächst glänzend einen Tolischus-Kopfball (50.), ehe Steffens die große Gelegenheit zum 1:2 ausließ und Placke kurz darauf den Endstand erzielte. Dass es beim 2:1 für Bersenbrück blieb, lag auch an Karsten Buß, der trotz Schmerzen auch bei einem Ellermann-Schuss zur Stelle war (71.). Vier Minuten vor dem Ende besaß der eingewechselte Alex Schmidt dann die Möglichkeit zum Ausgleich – sein Schuss flog aber knapp am TuS-Tor vorbei (86.).

„Es ist bitter, dass wir heute keinen Zähler mitgenommen haben, schließlich waren die Chancen da“, sagte Rudi Zedi – und blickte noch einmal auf die vergangenen Monate zurück. „Wir mussten mit vielen personellen Problemen klarkommen. Die Jungs haben am Limit gespielt und alles gegeben, aber letztlich war für uns wohl einfach nicht mehr drin“, so Zedi. „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen und arbeiten bereits daran, in der kommenden Spielzeit auch in der Breite besser aufgestellt zu sein und mögliche Ausfälle besser kompensieren zu können.“

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