Das Landesliga-Spiel zwischen dem TSV Oldenburg und dem BSV Kickers Emden, das die Ostfriesen am 5. Oktober mit 2:1 gewannen, wird nicht wiederholt. Das Bezirkssportgericht unter Vorsitz von Peter Bartsch (Emden) hat den Protest des TSV Oldenburg am Dienstag abgewiesen.

Die Oldenburger hatten gegen die Wertung der Partie gegen Kickers und die Bezirkspokalniederlage zwei Tage zuvor in Haselünne protestiert. Der Grund: TSV-Stürmer Marco Prießner hatte am 26. September im Landesliga-Spiel beim SV Wilhelmshaven die Gelb-Rote Karte gesehen. Als die Oldenburger ihn am darauffolgenden Freitag im Bezirkspokal-Viertelfinale in Haselünne einsetzen wollten, war dies nicht möglich – genauso wenig wie zwei Tage später gegen den BSV. Weil Prießner in beiden Begegnungen nicht habe spielen dürfen, habe der Verband einen Fehler gemacht, so die TSV-Verantwortlichen.

Allerdings, so heißt es in der Urteilsbegründung des Sportgerichts: „Beide Schiedsrichter versicherten in ihren schriftlichen Aussagen, dass es am 3. und 5. Oktober keinerlei Gespräche mit Vertretern des TSV Oldenburg über die Sperre des Spielers Marco Prießner gegeben habe.“ Außerdem sei der Online-Spielbericht samt Mannschaftsaufstellung in beiden Begegnungen bereits eine Stunde vor Spielbeginn durch den TSV Oldenburg freigegeben worden, ohne dass es noch zu einer anschließenden Korrektur der Mannschaftsaufstellung gekommen war, heißt es weiter.

„Darüber hinaus konnte der TSV Oldenburg trotz Aufforderung des Bezirkssportgerichts auch in keiner Weise darlegen, mit welchen Vereinsverantwortlichen die beiden Schiedsrichter jeweils gesprochen haben sollen. Selbst wenn man von einem Regelverstoß eines der beiden Schiedsrichter ausgehen wollte, so könnte ohnehin nicht festgestellt werden, dass ein solcher hier die Spielwertung mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst hätte“, begründet das Bezirkssportgericht die Entscheidung.