"Ein Remis wäre möglich gewesen", sagte Kickers-Trainer Rudi Zedi. Bilder: Doden

„Ein Remis wäre möglich gewesen“, sagte Kickers-Trainer Rudi Zedi. Bilder: Doden

LANDESLIGA, 21. SPIELTAG:
BSV KICKERS – TSV OLDENBURG 1:2 (0:2)

BSV Kickers:
Wiese (46. Bartels) – Menzel (70. Kasten), Meyer, Diekmann, Bloem – Goosmann, Visser – Geiken, Steffens, Schmidt (46. Janssen) – Suda

Ersatzbank: Eyüpoglu

TSV Oldenburg:
Rocha – Dreher, Peek, Wild, Epkes – Mennicke, Olbrys – Fadiga (62. Stublla), Osei (77. Orke / 90./+1 Hiegemann) – Niemeyer, Prießner

Ersatzbank: Akyol, Siwak

Tore: 0:1 Fadiga (16.), 0:2 Prießner (40.), 1:2 Bloem (73.)

Gelbe Karten: – / Mennicke, Orke

Eckenverhältnis: 4:2
Zuschauer: 181

Schiedsrichterin: Imke Lohmeyer (Holtland)
Assistenten: Pascal Krull, Aike Voss

Enttäuscht stapften die Landesliga-Fußballer des BSV Kickers Emden nach der sechsten Pflichtspiel-Niederlage in Serie am Sonntagnachmittag vom Rasen. Die Mannschaft  von Trainer Rudi Zedi kassierte gegen den Tabellenzweiten TSV Oldenburg eine unglückliche 1:2-Pleite. Unglücklich deshalb, weil die Gäste – die trotz des Sieges nur noch rechnerische Chancen auf den Titel haben – vor 181 Zuschauern im Ostfriesland-Stadion keinesfalls zu überzeugen wussten. „Sie waren einfach cleverer als wir und haben unsere Fehler sofort bestraft“, sagte Zedi. „Meine Jungs haben alles versucht und hätten auch etwas holen können. Ein Remis wäre möglich gewesen.“

Die ersatzgeschwächten Emder, bei denen nur noch drei Feldspieler auf der Bank saßen, hätten sogar in Führung gehen können – doch ein Schuss von Manuel Suda flog am TSV-Tor vorbei (4.). Nach dem ersten gefährlichen Oldenburger Angriff traf Torjäger Marco Prießner nur den Pfosten (9.). Auf der Gegenseite hatte auch Kickers-Goalgetter Tido Steffens kein Glück. Sein Versuch landete neben dem Tor (11.). Erfolgreicher war dann TSV-Akteur Alpha Fadiga. Er schob die Kugel nach einem Prießner-Querpass aus fünf Metern zum 0:1 über die Linie (16.). Es sollte die vorerst letzte nennenswerte Oldenburger Offensivaktion gewesen sein.

Stattdessen verpasste André Geiken den Ausgleich – sein Schuss landete am Außenpfosten (29.). Zudem schlossen Suda und Steffens zwei Situationen zu hektisch ab. „Die Oldenburger haben uns mehrfach eingeladen, aber wir haben diese Chancen leider nicht konsequent genutzt“, so Zedi. Das tat der TSV noch vor der Pause: Nach einem Missverständnis in der Emder Defensive, bei dem auch Schlussmann Philip Wiese keine glückliche Figur machte, erzielte Prießner den 0:2-Halbzeitstand (40.).

Nach dem Seitenwechsel war den Emdern anzumerken, dass sie die Partie noch nicht abgehakt hatten. Zwingende und klar herausgespielte Chancen blieben jedoch aus – bis zur 68. Minute: Da steuerte Manuel Suda allein auf TSV-Keeper Celio Rocha zu – und scheiterte am Schlussmann. Besser machte es Sebastian Bloem fünf Minuten später. Er ließ Rocha keine Chance und traf per Flachschuss zum 1:2 (73.). Mehr war für die Ostfriesen aber nicht drin.

„Es ist brutal, wie viele Rückschläge wir in den vergangenen Wochen hinnehmen mussten. Im Moment soll es einfach nicht sein. Die Belastung war wohl zu groß“, sagte Rudi Zedi. Eine Chance auf drei Punkte haben seine Akteure noch – am kommenden Sonnabend gegen den VfL Oythe (14 Uhr). „Ich wünsche mir, dass die Jungs dann noch einmal den Willen zeigen, den Negativlauf zu stoppen“, so Zedi. „Wir wollen uns vernünftig vom Publikum verabschieden.“

ip