29 Kriegsflüchtlinge, der überwiegende Teil davon aus Syrien, waren am Mittwoch auf der Sportanlage des BSV Kickers zu Gast. Darunter waren teilweise sehr gute Fußballer, die richtig heiß auf den grünen Rasen und den Ball waren. Alle waren sehr angetan vom Ostfriesland-Stadion und hatten gleich nach Bällen gefragt. So ließen sich die Trainer Gerd Suda und und Frank Kettner auch nicht lange bitten: Sie besorgten Bälle und Leibchen – und es wurde bis zum Eintritt der Dunkelheit gekickt.

Danach wurden alle registriert, Schuh- und Bekleidungsgrößen festgehalten, denn der BSV Kickers Emden will die Flüchtlinge mit Trikots und Fußballschuhen ausstatten.

Der einhellige Tenor der Kickers-Verantwortlichen: „Integration wird am besten durch Fußball erreicht“. Zudem möchte der Verein parallel Deutschkurse anbieten. Unterstützt wird der BSV vom Deutschen Roten Kreuz.

Geplant ist zudem eine Aufteilung auf die Leistungsmannschaften, um diese zu verstärken – aber auch, um Talente zu fördern. In der kommenden Woche werden die Trainingseinheiten abgestimmt, Dolmetscher werden die Einheiten begleiten.

Als besonders Highlight lädt der Verein alle Flüchtlinge zu einem kostenlosen Besuch ins Ostfriesland-Stadion ein. Dieses wird zum letzten Heimspiel vor der Winterpause sein. Am 22. November kommt es ab 15 Uhr zum Top-Spiel zwischen dem BSV Kickers und dem TuS Bersenbrück.

Text: André Kauth