Dr. Jörg Winter (links) und zwei Bochumer auf einem Foto: Herbert Grönemeyer ist dort ebenso aufgewachsen wie Winters Frau Scarlet Maria. Bild: Privat

Dr. Jörg Winter (links) und zwei Bochumer auf einem Foto: Herbert Grönemeyer ist dort ebenso aufgewachsen wie Winters Frau Scarlet Maria. Bild: Privat

Große Ehre für den BSV Kickers Emden: Wegen der Integration von Flüchtlingen in den Verein und weiterer sozialer Projekte wurden die Ostfriesen in Hannover bei der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises vom DFB mit einer Sonderauszeichnung bedacht. DFB-Präsident Reinhard Grindel persönlich würdigte das Engagement der Emder. „Für uns war das der helle Wahnsinn“, sagte Klubchef Dr. Jörg Winter der Ostfriesen-Zeitung. „Bei so viel Prominenz durften wir dabei sein.“

Den Julius-Hirsch-Preis vergibt der DFB seit 2005 an Menschen und Vereine, die sich für Menschenrechte sowie den Schutz von Minderheiten einsetzen. Der Namensgeber für den Preis war ein jüdischer Fußball-Nationalspieler, der zur Nazizeit im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Diesmal erhielt der Fanladen des FC St. Pauli den Julius-Hirsch-Preis. Er hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Kiezkicker im Februar beim Spiel gegen RB Leipzig mit der Aufschrift „Kein Fußball den Faschisten“ aufgelaufen war.

Der BSV Kickers war dem DFB durch mehrfaches Engagement aufgefallen. So hat Kickers unter anderem eine Flüchtlingsmannschaft ins Leben gerufen, eine Blutspende-Aktion durchgeführt und mit großem Erfolg eine Typisierungsaktion initiiert.