Die Bezirksliga-Fußballerinnen des BSV Kickers Emden haben ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer SG Neuenburg/Dangastermoor am Sonntag unglücklich und knapp mit 1:2 verloren. Die BSV-Spielerinnen waren dabei über 90 Minuten das spielbestimmend und hatten nahezu 70 Prozent Ballbesitz. Doch mit Ballbesitz allein lässt sich kein Spiel gewinnen. Die Vierer-Abwehrkette der SG stand sehr tief, so gab es vorne kaum ein Durchkommen. Die Gäste zogen sich weit zurück und hatten wohl die Marschroute bekommen, tief zu stehen und auf Konter zu lauern. In den ersten 20 Minuten lief der Ball sehr gut in den Reihen des BSV. Bis zum Strafraum sah es richtig gut aus, doch der entscheidende Pass glückte nicht. Auch Weitschüsse verfehlten das Ziel. Nach einem Fehlpass in der eigenen Hälfte lief Torjägerin Verena Klockgether fast ungestört auf das BSV-Tor zu. Sie ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf mit dem ersten Schuss aufs Tor zum 0:1.

In der 30. Minute hatte Julia Eickholt die erste Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Ein Schuss von Stefanie Schröder aus knapp 20 Metern knallte an die Latte, der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Stürmerin Eickholt. Sie zog aber zu überhastet ab und scheiterte an der Torhüterin. Anschließend blieb Emden durch Standardsituationen gefährlich, aber immer wieder war eine Abwehrspielerin dazwischen. In der 39. Minute konnten erneut die Gäste über den nächsten Treffer jubeln: Es war der zweite Angriff, der direkt zum zweiten Treffer führte. Auch hier war ein Fehlpass in der eigenen Hälfte vorausgegangen. Diesmal marschiert Klockgether auf der linken Seite durch. Ihre Flanke fand mit Anika Jakusch eine Abnehmerin. Sie traf per Kopf zum 0:2. Kurz vor der Halbzeit konnte Isabell Plaßmann noch einmal die Torhüterin der Gäste prüfen. Ihr Distanzschuss wurde allerdings abgewehrt.

Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Durchgang spielten nur die Kickers-Frauen. BSV-Angriffe folgten im Minutentakt, jedoch ohne einen gefährlichen Torabschluss. Eine der besten Möglichkeiten besaß Lena Spreckelmeyer, die sich auf der linken Seite durchsetzen konnte. Doch ihr Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Eine weitere gute Chance hatte Sarah Harken, der im letzten Moment der Ball versprang.

Als Stefanie Schröder in der 75. Minute nach Vorarbeit von Spreckelmeyer den Anschlusstreffer erzielte, keimte noch einmal Hoffnung auf. 15 Minuten waren noch zu spielen. Immer wieder folgten in der Schlussviertelstunde Auswechslungen der Gäste, um die Zeit herunterzuspielen. Bälle wurden nicht wiedergeholt – weitere Zeitverzögerungen waren die Folge. Der eine oder andere Konter wurde jetzt von Seiten der Gäste eingeleitet, doch zum Torabschluss kamen sie nicht. Meist waren es Rieke Koch oder Svenja Ross, die aufmerksam waren und Chancen frühzeitig verhindern konnten. Am Ende blieb es jedoch bei der unglücklichen 1:2-Niederlage für den BSV.

„Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Die Einstellung meiner Spielerinnen war total in Ordnung. Wir haben leider kaum Gefahr entwickeln können und wer keine Tore schießt, kann ein Spiel eben auch nicht gewinnen“, urteilte Kickers-Trainerin Hedwig Heiken nach Spielende.

BSV Kickers: Katharina Grabowski – Svenja Ross, Sindy Knowlton (25. Lena van Hove), Isabell Plaßmann, Sonja Buß, Stefanie Aper (46. Rieke Koch), Nina Stahlmann, Lena Spreckelmeyer, Stefanie Schröder, Julia Eickholt, Sarah Harken

Tore: 0:1 Verena Klockgether (21.), 0:2 Anika Jakusch (39.), 1:2 Stefanie Schröder (75.)