Die Frauen des BSV Kickers Emden konnten am Sonntagvormittag auch die letzte Bezirksliga-Partie in diesem Jahr für sich entscheiden. Am Ende war es ein verdienter 5:2-Erfolg im Sportpark Barenburg gegen VfL Wilhelmshaven.

Im ersten Durchgang taten sich die Emderinnen noch schwer. Das hatte auch ein wenig mit der frühen Führung der Gäste zu tun. Nach zwölf Minuten gingen die Gäste durch Laura Schweitzer in Führung. Es war ein kurioses Tor: Ein langer Ball landete bei Stürmerin Otto. Die Kickers-Defensive hatte auf Abseits reklamiert, doch der Pfiff blieb aus. Den ersten Schussversuch vereitelte Torhüterin Katharina Grabowski glänzend, der Abpraller fiel dann der nächsten VfL-Spielerin vor die Füße. Rieke Koch klärte mit einer weiteren tollen Aktion auf der Linie. Der Ball kullerte zur Seitenlinie und die Hintermannschaft war noch nicht wieder im Bilde – somit bot sich Schweitzer die erneute Chance. Sie wuchtete den Ball ins Tor.

Kickers versuchte anschließen, das Spiel an sich zu reißen, doch eine richtige Lösung hatten Stefanie Schröder und Co. nicht parat. Lange Bälle wurden meist von der VfL-Keeperin frühzeitig abgefangen. Wilhelmshaven blieb zudem über Konter sehr gefährlich. In der 31. Minute gelang es Stefanie Schröder erstmalig, Stürmerin Sarah Harken in Szene zu setzen. Ein Pass in die Tiefe wurde von Harken mitgenommen. Sie umspielte die Torhüterin und schob den Ball zum 1:1 ein. Nun folgten die besten zehn Minuten vom BSV Kickers. Die Kickers-Frauen belohnten sich in der 37. Minute mit dem 2:1. Nach einem Einwurf ging es blitzschnell. Stefanie Schröder nahm den Ball mit, umspielte wieder einmal mehrere Gegenspielerinnen, behielt im Strafraum die Übersicht und schob den Ball locker ein. Eine erneute Unachtsamkeit führte zum Ausgleichstreffer in der 41. Minute durch Schweitzer. Mit einem 2:2 ging es in die Halbzeitpause.

BSV-Trainerin Hedwig Heiken ermahnte ihre Spielerinnen in der Kabine und forderte mehr Laufbereitschaft und Zielstrebigkeit vor dem Tor. Gesagt, getan. In der 47. Minute traf Stefanie Schröder aus der Distanz zum 3:2. Aus gut 20 Metern hämmerte sie den Ball unter die Latte und nur fünf Minuten später markierte sie ihren dritten Treffer im Spiel. Nach toller Vorarbeit von Sarah Harken auf der linken Seite musste Schröder den Ball nur noch aus kurzer Distanz ins Tor schießen. Von diesem Doppelschlag erholte sich Wilhelmshaven nicht mehr. Die Gäste schossen nicht einmal mehr auf das Tor und die Emder Defensivabteilung um Svenja Ross, Rieke Koch und Sindy Knowlton hatten alles im Griff.

Zwischen der 52. und 90. Minute hätten die BSV-Frauen die Führung durchaus ausbauen können. Lina Fiegler, Christina Müller und Sarah Harken verfehlten das Tor jeweils nur knapp – oder die gutaufgelegte Gästetorhüterin Worm blieb Siegerin in den Duellen. Den Schlusspunkt setzte Sonja Buß. Nach einem Doppelpass mit Stefanie Schröder traf sie aus halblinker Position mit einem Schlenzer ins rechte obere Eck zum 5:2-Endstand.

Damit beenden die Frauen des BSV Kickers Emden die Hinserie mit einem guten dritten Tabellenplatz. Trainerin Heiken zog ebenfalls ein positives Fazit: „Ärgerlich waren die Niederlagen gegen Leerhafe-Hovel und Aurich/Westerende II. Diese beiden Spiele waren zum Vergessen und kosteten eine bessere Platzierung. Die letzten drei bzw. vier Partien stimmen mich sehr zuversichtlich und haben sehr viel Spaß gemacht“, so Heiken. „Wenn man bedenkt, dass wir zu mehr als der Hälfte der Partien immer nur 12 oder 13 Spielerinnen einsetzen konnten, ist das schon ganz beachtlich. Ich möchte mich bei meinen Studentinnen und „Aushilfen“ bedanken, die immer wieder eingesprungen sind. Auch Sindy gilt es zu loben. Sie wohnt derzeit in Wilhelmshaven, hat somit immer ein Auswärtsspiel und nimmt dadurch eine hohen Zeitaufwand in Kauf.“

BSV Kickers: Katharina Grabowski, Rieke Koch, Svenja Ross, Sindy Knowlton, Sonja Buß, Lena van Hove, Nina Stahlmann, Christina Müller, Stefanie Schröder, Sarah Harken (75. Lena Spreckelmeyer), Sabrina Köhler (46. Lina Fiegler)

Tore: 0:1 Schweitzer (12.), 1:1 Sarah Harken (31.), 2:1 Stefanie Schröder (37.), 2:2 Schweitzer (41.), 3:2/4:2 Stefanie Schröder (47./52.), 5:2 Sonja Buß (90.)