Freude nach dem 3:0: Torschütze  André Geiken (links) und Manuel Suda.

Freude nach dem 3:0: Torschütze André Geiken (links) und Manuel Suda.

LANDESLIGA, 31. SPIELTAG:
BSV KICKERS – VFL WILDESHAUSEN 3:0 (2:0)

BSV Kickers:
Buß – Menzel, Julian Meyer, Diekmann, Ocloo – Goosmann (63. Bloem), Visser – Geiken, Suda (88. Sabljic) – Lange, Steffens (80. Schmidt)

Ersatzbank: Wiese (ETW), Kasten, Fleßner, Eyüpoglu

VfL Wildeshausen:
Pundsack – Flege, Heinrich (41. Gusfeld-Ordemann), Kai Meyer, Schneider – Jan Lehmkuhl, Görke – Kari (76. Wallner), Bockhorn, Seidel (66. Tramitzke) – Feldhus

Ersatzbank: Riedel (ETW), Stuckenschmidt

Tore: 1:0 Steffens (13.), 2:0 Lange (38.), 3:0 Geiken (90./+3)

Gelbe Karten: Goosmann, Bloem / Jan Meyer, Tramitzke, Schneider
Gelb-Rote Karte: Schmidt (88., Meckern)

Eckenverhältnis: 4:5
Zuschauer: 451

Schiedsrichter: Marc Lübbers (Haren (Ems))
Assistenten: Marius Langen, Marius Koop

2:1, 4:1, 2:1, 2:1, 3:0 – diese Zahlen sprechen für sich. Die Landesliga-Fußballer des BSV Kickers Emden haben ihren Spielemarathon am Sonnabend mit einem 3:0 gegen den VfL Wildeshausen gekrönt. Für die Elf von Trainer Rudi Zedi war es der fünfte Sieg in Folge – im fünften Spiel innerhalb von 15 Tagen. „Die Jungs haben eine geile Mannschaftsleistung abgeliefert“, sagte Zedi. Und das erste Spiel ohne Gegentor seit dem 15. November 2015 überstanden. Einziges Manko vor 451 Zuschauern im Ostfriesland-Stadion: die Chancenverwertung. „Schon zur Pause müssen wir viel deutlicher führen. Aber ‚einfach‘ ist bei meinem Team wohl nicht drin“, so Zedi. „Deshalb war es ein unnötiger Kraftakt.“

Die Emder begannen engagiert. André Geiken per Freistoß (3.) und Manuel Suda mit einem Schuss (10.) vergaben die ersten Gelegenheiten. Besser machte es Tido Steffens, der nach Zuspiel von Torben Lange den VfL-Torhüter Sebastian Pundsack umkurvte und entspannt zum 1:0 einschob (13.). Keine 60 Sekunden danach verpasste Lange das 2:0 – Pundsack klärte seinen Schuss zur Ecke (14.). Die einzige Wildeshauser Möglichkeit vergab Torjäger Lennart Feldhus, der an BSV-Schlussmann Karsten Buß scheiterte (29.). Auf der Gegenseite verpassten Torben Lange und Manuel Suda binnen einer Minute das zweite Kickers-Tor (34.). Das gelang Lange aber kurz darauf: Ein von Pundsack abgewehrter Suda-Schuss fiel dem Emder Stürmer vor die Füße. Er legte sich die Kugel zurecht und traf aus zehn Metern – 2:0 (38.).

lange_tor

Wer gedacht hätte, die Ostfriesen würden das Ergebnis bis zur Pause nun verwalten, sah sich getäuscht. Kickers machte weiter Druck – und vergab weiter munter Chance um Chance. Tido Steffens (42.) konnte Sebastian Pundsack ebenso wenig überwinden wie Manuel Suda (45.). Schüsse von André Geiken (42.) und Fred Kwasi Ocloo (44.) landeten knapp neben dem VfL-Gehäuse. Trotz dürftiger Ausbeute: „Die erste Halbzeit war ganz stark“, resümierte Zedi. „Wir haben souverän agiert, von Anfang an dominiert und sensationell gute Spielzüge gezeigt.“

Die zweite Hälfte begann dann, wie die erste aufgehört hatte: mit einer vergebenen Großchance. Diesmal stand Lange völlig frei im Strafraum – sein Versuch strich aber um Zentimeter am Kasten vorbei (49.). Auch Steffens, Suda und Geiken schafften es nicht, den entscheidenden dritten Treffer zu erzielen – sie vergaben drei Möglichkeiten binnen weniger Sekunden (56.). „Das war schade, denn wir wussten, dass Wildeshausen nie aufgibt“, sagte Zedi. Und tatsächlich: Die Gäste hätten beinahe den Anschluss erzielt. Nach einem Eckball von Storven Bockhorn klatschte die Kugel gegen den Pfosten (67.). 120 Sekunden danach zielte René Tramitzke etwas zu hoch (69.). Das sollte es von den Wildeshausern aber auch gewesen sein.

Fortan lautete die Frage: Belohnen sich die Emder für ihren überzeugenden Auftritt noch mit dem dritten Treffer? Die Antwort: Erst mal nicht. Sebastian Bloem köpfte aus wenigen Metern drüber (71.) und schoss vorbei (81.). Tido Steffens hatte VfL-Keeper Pundsack schon hinter sich gelassen, vertändelte dann aber doch noch (79.). So musste ein weiterer Aktivposten der Partie den Schlusspunkt setzen: André Geiken. Er war nach einem Konter – wie so oft an diesem Nachmittag – auf und davon und traf per Schlenzer in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand (90./+3).

bsv-vflw-2

Absolut unnötig war dagegen die Gelb-Rote Karte, die der eingewechselte Alex Schmidt wegen eines Fouls und Meckerns innerhalb weniger Sekunden kassierte (88.). Trotzdem: Rudi Zedi war erfreut ob des Auftritts seiner Mannschaft. „Natürlich hätten wir früher für klare Verhältnisse sorgen müssen“, sagte er. „Aber die Jungs haben wieder einmal das Maximum aus sich herausgeholt.“ Die Belohnung: zwei freie Tage. Trainiert wird wieder am Dienstag – und Donnerstag steht schon das Bezirkspokal-Halbfinale bei Viktoria Georgsmarienhütte an (15 Uhr).

ip