Holger Wulff verwandelte einen Eckball direkt zum 2:2.

Holger Wulff verwandelte einen Eckball direkt zum 2:2.

NACHHOLSPIEL, 21. SPIELTAG:
VFL OYTHE – BSV KICKERS 3:3 (2:0)

VfL Oythe:
Heise – Mitzlaff, Ahlrichs, Stukenborg (69. Wohlers), Hesselmann, Strey, Emich (54. Greiffendorf), Stublla, Kohls, Jex (90. Suffner), Schönewolf

Ersatzbank: Kleine Lamping (ETW), Anders

BSV Kickers:
Lottmann – Gökay Batbay, Dassel, Diekmann, Runde (22. Lange) – Goosmann, Visser (90./+5 Menzel) – Hinrichs (90./+1 Smidt), Bloem – Steffens, Wulff

Ersatzbank: Buß (ETW), Keller, Meyer, Janssen

Tore: 1:0 Schönewolf (3.), 2:0 Schönewolf (5., Foulelfmeter,  Bloem an Emich), 2:1 Bloem (50.), 2:2 Wulff (58.), 2:3 Bloem (77.), 3:3 Greiffendorf (90./+6)

Gelbe Karten: Jex, Kohls / Diekmann (5., gesperrt), Bloem

Eckenverhältnis: 1:5
Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Per-Ole Wendlandt (Stenum)
Assistenten: Adrian Becker, Ole Braun

Einem Katastrophen-Start folgte ein Kraftakt – doch statt Freude dominierte bei den Landesliga-Fußballern nach dem Nachholspiel beim VfL Oythe am Mittwochabend nur ein Gefühl: Enttäuschung. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Rudi Zedi aus einem frühen 0:2-Rückstand (5.) dank der Tore von Sebastian Bloem (2) und Holger Wulff eine 3:2-Führung (77.) gemacht – doch Oythe gelang mit der letzten Aktion doch noch der Ausgleich (90./+6). „Es ist eine Frechheit, dass der Schiedsrichter sechs Minuten hat nachspielen lassen, obwohl er zuvor nur drei Minuten angezeigt hatte“, ärgerte sich Zedi. „Wir haben die zweite Halbzeit deutlich dominiert, Oythe an die Wand gespielt und bis zur 95. Minute alles richtig gemacht. Was dann passierte, ist einfach nur bitter.“

Schwer zu erklären war auch das, was die Emder zu Beginn boten. Von der souveränen Defensivleistung im Topspiel bei Atlas Delmenhorst am Sonntag war nichts zu sehen – im Gegenteil. „Wir waren gar nicht da“, so Zedi. „Ich kam mir vor wie im falschen Film.“ Philip Schönewolf hatte gegen indisponierte Emder keine Mühe und nutzte gleich die erste VfL-Chance zum 1:0 (3.). 120 Sekunden später stand Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (Stenum) dann zum ersten Mal im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Sebastian Bloem und Nico Emich im Strafraum zeigte der Unparteiische auf den Punkt – zur Überraschung der Ostfriesen. „Basti war eindeutig eher am Ball als sein Gegenspieler, es war sicher kein Foulspiel“, sagte Zedi. Schönewolf ließ sich die Chance aus elf Metern nicht entgehen und traf souverän zum 2:0 (5.). BSV-Keeper Jannik Lottmann, der für den angeschlagenen Karsten Buß zwischen den Pfosten stand, war chancenlos. Das galt auch bei der nächsten Schönewolf-Chance – doch diesmal verfehlte sein Schuss das Tor knapp (9.).

Kickers-Coach Rudi Zedi reagierte auf die verschlafene Anfangsphase seines Teams: Er brachte Torben Lange für den verletzten Yanik Runde und stellte auf ein 3-5-2-System um (22.). „Danach hat sich die Mannschaft gesteigert.“ Tido Steffens (30./31./45.), Torben Lange (34.) und Hendrik Diekmann (43.) gelang es trotz zum Teil sehr guter Möglichkeiten aber nicht, noch vor der Pause den Anschlusstreffer zu erzielen.

In der Kabine wählte Zedi dann „deutliche Worte“. Die sollten fruchten. Der BSV beherrschte die Partie nach dem Seitenwechsel – und belohnte sich schnell. Sebastian Bloem traf nach Vorlage von Torben Lange zum 2:1 (50.). Acht Minuten später sorgte Holger Wulff mit einer direkt verwandelten Ecke für den sehenswerten und verdienten Ausgleich (58.). Das Remis reichte den Ostfriesen jedoch nicht – sie spielten weiter munter nach vorne. Wulff (64.) und Bloem (66.) hatten Pech im Abschluss. Besser machte es Bloem wenig später: Der blau-weiße Jubel nach seinem Tor zum 2:3 war riesig (77.). „Die Jungs haben großen Willen gezeigt und ihre fußballerischen Qualitäten genutzt“, sagte Zedi. „Allerdings hätten wir auch noch das 4:2 machen müssen, dann wäre der Deckel drauf gewesen.“ Die Chance dazu besaß Tido Steffens, der es bei einem Konter mit einem Heber versuchte. Oythe-Keeper Wilhelm Heise hatte aber aufgepasst und konnte die Kugel entschärfen (85.).

Von den Gastgebern war in Halbzeit zwei wenig zu sehen – bis zur 96. Minute. Da gelang dem eingewechselten Florian Greiffendorf aus kurzer Distanz doch noch das 3:3. Sekunden später pfiff Schiedsrichter Wendlandt die Partie dann tatsächlich ab. Während sich die Oyther über einen schmeichelhaften Punkt freuten, sanken die Emder enttäuscht zu Boden. Viel Zeit, den Rückschlag im Titelrennen zu verarbeiten, haben sie nicht. Bereits am Sonntag steht das nächste Auswärtsspiel an. Die Partie beim abstiegsbedrohten SV Hansa Friesoythe beginnt um 15 Uhr.

ip